Manchmal braucht es gar nicht viel Wind, um ordentlich in Bewegung zu kommen. Das bewies die diesjährige Spätlese am Liblarer See einmal mehr.

Am Donnerstag stand zunächst ein Trainingstag auf dem Programm. Wobei „Wind“ anfangs eher eine großzügige Beschreibung dessen war, was sich über dem See tat. Erst herrschte völlige Flaute, dann hauchte es irgendwann doch noch ein wenig. Sandra und ich beschlossen kurzerhand: Wir fahren einfach mal raus! Schließlich wollten wir nicht nur jede Gelegenheit zum Üben nutzen, sondern auch das Diskoboot des SCV etwas besser kennenlernen.

Für uns beide war es das erste Mal, dass wir als Team gemeinsam im Boot saßen. Schnell wurde klar: Wir ticken auf dem Wasser ziemlich ähnlich. Gleicher Segeldrang, gleicher Ehrgeiz und vor allem die gemeinsame Einstellung, immer unser Bestmögliches zu geben. Und auch beim Thema Freiwasserschwimmen waren wir uns sofort einig: Nach dem Segeln gehört einmal ins Wasser einsteigen einfach dazu! Also drehten wir selbstverständlich noch schwimmend unsere kleine Runde im Liblarer See.

Das Ergebnis: Wir waren die Ersten auf dem Wasser und die Letzten, die es wieder verließen. Team Ausdauer war geboren!

Am Samstag wurde es dann ernst: Unsere erste gemeinsame Regatta stand an. Und die hatte es gleich in sich! Schon die erste Wettfahrt ließ unseren Puls ordentlich in die Höhe schnellen. Dreieck – Schleife – Dreieck – Schleife. Als letztes Boot im Feld unterwegs zu sein und dabei auch noch die Orientierung zu behalten, war für zwei Regatta-Anfängerinnen durchaus eine Herausforderung. Aber Aufgeben war natürlich keine Option. Stattdessen wurde kurzerhand ein neuer Plan gefasst: Wir rollen das Feld von hinten auf!

In der zweiten Wettfahrt erreichten wir immerhin schon als Vorletzte das Ziel. Bei der dritten Wettfahrt machte uns dann der Wind einen Strich durch die Rechnung. Die Wettfahrt wurde verkürzt und so trieben wir auch diesmal als Vorletzte über die Ziellinie.

Am Sonntag wollten wir natürlich noch einmal zeigen, was in uns steckt. Nach einer ersten Startverschiebung kam es tatsächlich zum Start. Doch noch vor der Luvtonne war Schluss: Der Wind hatte sich erneut verabschiedet und die Wettfahrt musste abgebrochen werden.

So ging ein intensives, lehrreiches und erlebnisreiches Wochenende zu Ende.

Wie immer waren das Training und die Verpflegung in Liblar hervorragend. Und die Unterstützung durch die Vauriengemeinschaft ist ohnehin kaum zu übertreffen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die dieses Wochenende möglich gemacht und uns Anfängerinnen so großartig unterstützt haben. Es ist einfach wunderbar, dass es euch gibt!

Team Ausdauer freut sich schon auf das nächste Mal – denn nach der Regatta ist vor der Regatta!

 

Daniela Naumann - El Kady

Spätlese 2026