Erstmal einige Daten:
Es war die 61. 24 Stundenregatta mit 399 Teilnehmer, davon 2 vom SCH
Ordnungsgemäß ins Ziel gekommen sind 188, der Rest hat aufgegeben, ist nicht gestartet oder ist disqualifiziert worden.
Vom SCH:
Bavaria 37 OHLALA: mit Mirco, Charlotte, Sebastian, Jacob, Benny und Gero.
Hanse 371 GATICA: mit Jörg, Lale, Nadja, Jan und Dag
Hier der Bericht von der Ohlala:
Von Würfelhusten über nächtliche Sintflut bis zur Disqualifikation
Auch dieses Jahr gab es wieder eine Eingewöhnungswoche vor der eigentlichen Regatta – nur leider nicht für jeden von Anfang an. Ich (Benjamin) stieß erst Mittwochabend zur Crew, Gero sogar erst Donnerstagabend. Was in den Tagen davor an Bord geschah, bleibt mir bis heute ein Rätsel – vielleicht besser so. Am Wochenende des 28. und 29. August stand dann jedenfalls die 24 uurs auf dem Programm, und die Crew blieb dabei fast unverändert zum Vorjahr. Mit an Bord waren Charlotte, Sebastian, Jakob, Gero und Mirco. Statt der Bavaria 37 „Salute“ wartete dieses Jahr ihre Schwester auf uns – die „Ohlala“, ebenfalls eine Bavaria 37, aber offenbar mit einem Faible für dramatischere Namen. Und dieser Name schien eine magische Wirkung auf jeden zu haben, der ihn las: Ob im Hafen oder in der Schleuse, wer die Ohlala erblickte, kam offenbar nicht umhin, ihren Namen auch laut auszusprechen. So hallte es von überall her „Ohlala“ durch die Gegend, als hätte sich das halbe Ijsselmeer zu einem gemeinsamen Ausruf verabredet.
Kulinarisch legten wir direkt vor dem Start noch einmal nach: Pizza vor dem Regattastart klingt erstmal nach einer soliden Grundlage für 24 Stunden auf See. Wie sich herausstellte, sah das die Hälfte der Crew etwas anders – der Pizzagenuss kehrte bei einigen wenig später in Form von Würfelhusten zurück. Wer hätte gedacht, dass sich die kulinarische Tradition der Vorjahre (Koriander-Gate lässt grüßen) so nahtlos fortsetzt, nur diesmal ganz ohne Zutun der Küche.
Der Wind zeigte sich dieses Jahr alles andere als schüchtern – die meiste Zeit blies es kräftig mit 5 bis 7 Beaufort. Die eigentliche Härteprobe der Nacht kam trotzdem von oben: Gegen zwei Uhr nachts öffnete der Himmel über uns großzügig seine Schleusen, und es regnete, als hätte jemand ganze Eimer über der Ohlala ausgekippt. Wer zu dem Zeitpunkt Wache hatte, wird sich noch länger daran erinnern. Passenderweise schien der Wind genau in diesem Moment kurz die Luft anzuhalten und schlief für einen Augenblick ein, bevor er sich wieder in gewohnter Stärke zurückmeldete.
Am Ende der 24 Stunden stand ein Ergebnis, das gemischte Gefühle auslöste: Mit 148,1 Seemeilen segelten wir eine deutlich bessere Strecke als im Vorjahr (142,28 sm) – ein klarer Fortschritt. Die Freude darüber wurde allerdings gedämpft, denn statt einer Platzierung stand am Ende eine Disqualifikation zu Buche. Warum genau, blieb uns schleierhaft. Die Stimmung an Bord pendelte entsprechend zwischen Stolz auf die gesegelten Meilen und einem Schulterzucken über die Regularien, die uns offenbar ein Schnippchen geschlagen hatten.
So bleibt von der 24 Uurs 2026 vor allem eins hängen: mehr Seemeilen, mehr Regen, weniger Pizza im Magen – und eine Platzierung, die es diesmal gar nicht erst gab.
Von der Gatica
gibt es zu berichten, dass wir dieses Jahr nicht in die Waddensee gefahren sind. Wir hatten letztes Jahr sehr viel Zeit in den Schleusen verloren und daher beschlossen, auf die Waddensee zu verzichten. Das haben wir dieses Jahr vermisst, da Segeln im Strom spannend ist. Mit 159,9 Meilen sind wir genau eine Meile mehr als letztes Jahr gesegelt und wurden damit 12.
Benny und Jörg
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