Ende September konnte sich in diesem Jahr leider nur ein Team des SCHa auf den Weg in den Süden machen, um dort über das Wochenende über den 03, Oktober an der Kielzugvogel-Regatta am Gardasee teilzunehmen.

Damit es nicht zu stressig wird, planen wir eine Woche, dort zu sein und nicht am letzten Wettfahrttag wieder zurückfahren zu müssen. In diesem Jahr wäre es tatsächlich ein sehr langer Tag geworden.

Zusammen mit unseren Freunden von der WRK haben wir dieselbe FeWo gebucht, wie die letzten Jahre auch, Vis-a-vis zum Club und den Booten. Bevor es segeltechnisch losgehen konnte, haben wir einen Tag Verona besichtigt.

Am Donnerstag haben die Boote fertig gemacht und ins Wasser gebracht, bevor wir wie jeden Abend noch eine Badesession im Gardasee eingelegt haben. Abends spendierte die Klassenvereinigung einen Begrüßungsimbiss bei Luca. Er ist selbst Segler und betreibt ein Restaurant direkt am Hafen von Castelletto. Da er selbst schon Zugvogel (vor über 25 Jahren zusammen mit Oliver) gesegelt ist, freut er sich immer, wenn die Kieler wieder zu Besuch sind.

Freitag starteten wir pünktlich um 13:00 Uhr. Die erste Wettfahrt war noch ein bisschen schwachwindig, für die zweite und dritte Wettfahrt hatten wir tolle Bedingungen. In einem stark besetztem Feld konnten wir einen siebten und zwei vierte Plätze ersegeln und waren am ersten Abend immerhin fünfte. Es war uns bewusst, dass mit zwölf Booten nicht so viele Teilnehmer vor Ort waren, es aber eng zugehen und das Erreichen der ersten Hälfte schon sehr schwer werden würde. Den Abend ließen wir mit einem Abendessen bei der Clubgastronomie ausklingen.

Samstag Nachmittag kam der Südwind eine Stunde später als am Vortag. Gesegelt wurden abermals drei tolle Wettfahrten. Plätze 5, 7, 6 waren wieder zufriedenstellend und im Mittel ergab das unsere Platzierung vor dem letzten Segeltag. Am Abend kehrten wir alle zusammen bei Luca ein und hatten einen tollen Abend.

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Der letzte Segeltag stand bevor: 8:00 Uhr erster Start. Um 6:40 Uhr waren wir am Club, es war noch dunkel, die Boote an den Bojen schaukelten heftig in den Wellen, wie viel Wind es tatsächlich wäre, konnten wir noch nicht sehen. Als es heller wurde, hatten wir das Gefühl, dass das Schaukeln der Boote schlimmer aussah, als der Wind tatsächlich war. Also ab auf das Schlauchboot, das der Shuttle zu unseren Booten war, Boot fertig machen, Segel anschlagen und los. Klingt total einfach, war es nicht. Die kurze, aber doch hohe Welle hatte es in sich. Der Magen fand das gar nicht gut. Wir setzten beide Segel und legten ab. So langsam ging es wieder besser. Aber der Wind war doch stärker als angenommen. Die geschätzten 15 Knoten des Wettfahrtleiters (es war noch keiner draußen zum Messen) waren definitiv überschritten. Beim Genua wegpacken, war es anstrengend sich auf dem Vorschiff halten zu können. Als sie nach unten gebunden war, war uns klar, dass das nicht unsere Bedingungen sein würden. Somit kehrten wir um, gefolgt von weiteren drei Crews. Nach der ersten Wettfahrt kamen noch weitere Crews zurück. Wir saßen am Ufer und rechneten und waren davon ausgegangen, dass wir nun von Platz 6 zwei Plätze nach hinten rutschen würden. Aber die Rechnung war ohne die anderen. Die eine Crew kehrte direkt nach der ersten Wettfahrt zurück, da der Wind noch einmal deutlich aufgefrischt hatte, die andere Crew, die hinter uns platziert war, kehrte nach dem Start der zweiten Wettfahrt zurück, da sie gekentert waren. Wie Oli so schön sagte, hätten sie mal zugehört, dass sie dort nicht stehen können…..

Somit konnten wir doch noch unseren sechsten Platz und damit die erste Hälfte halten.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, denn am Gardasee segeln, ist schon etwas schönes und besonderes.

Oliver und Katja

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