505er IDM am Walchensee
Die diesjährige Deutsche Meisterschaft der 505er fand beim Segelclub Walchensee statt. Für den Segelclub Hattingen ging in Arne gemeinsam mit Alexander vom Post-SV Koblenz an den Start.
Die Wettervorhersagen für die Meisterschaft sahen zunächst wenig vielversprechend aus. Gerade auf einem Revier, das nahezu vollständig von thermischen Winden lebt, ließ die Prognose wenig Hoffnung auf eine vollständige Meisterschaft aufkommen. Glücklicherweise sollte sich dies im Laufe der Woche als nicht ganz zutreffend herausstellen.
Donnerstag:
Am ersten Wettfahrttag ging es nach einer kurzen Steuerleutebesprechung pünktlich aufs Wasser. Die Wettfahrtleitung gab den Teilnehmern dabei einen ungewöhnlichen, aber passenden Hinweis mit auf den Weg: Der Wind werde kommen, man solle rechtzeitig losfahren und dürfe bei Bedarf auch das Paddel benutzen.
Tatsächlich setzte die Thermik nahezu punktgenau ein und ermöglichte vier Wettfahrten bei guten Bedingungen. Damit war der Auftakt der Meisterschaft mehr als gelungen.
Am Abend wartete der Segelclub mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf. Bei Schupfnudeln, Käsespätzle und Freibier, gesponsert von der Klassenvereinigung, ließ sich der erste Regattatag bestens ausklingen. Anschließend fand die jährliche Mitgliederversammlung der 505er-Klassenvereinigung statt.
Freitag:
Der zweite Tag begann mit Startverschiebung an Land. Der Himmel war stark zugezogen und die erhoffte Thermik wollte sich nicht entwickeln. Bis zum Mittag wurde auf eine Wetterbesserung gewartet, bevor die Wettfahrtleitung die Rennen für den Tag endgültig absagte.
Stattdessen nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit für eine gemeinsame Wanderung auf den Herzogstand. Auf rund 2,4 Kilometern Wegstrecke und etwa 750 Höhenmetern ging es hinauf zur Berghütte. Dort warteten Essen und Getränke auf die Segler, bevor am Abend alle gemeinsam mit der organisierten Talfahrt zurück an den Walchensee gelangten.
Samstag:
Am Samstag ging es um 11 Uhr aufs Wasser. Erneut setzte die Thermik rechtzeitig ein und hielt lange genug für drei weitere Wettfahrten. Für ein geplantes viertes Rennen reichte der Wind schließlich nicht mehr aus und schlief während der Wettfahrt ein.
Zurück an Land hatte der Segelclub bereits alles für den Grillabend vorbereitet, sodass der Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen konnte.
Sonntag:
Der letzte Wettfahrttag begann mit einer einstündigen Startverschiebung an Land. Danach entwickelte sich jedoch erneut ausreichend Wind, sodass noch einmal drei Wettfahrten gesegelt werden konnten.
Damit kamen insgesamt zehn Rennen in die Wertung, deutlich mehr, als viele Teilnehmer nach den Wetterprognosen erwartet hatten.
Fazit
Die Wettfahrtleitung bewies während der gesamten Meisterschaft eindrucksvoll, wie gut sie ihren See und die lokalen Windbedingungen kennen. Immer wieder wurden die vorhandenen Wetterfenster optimal genutzt und so eine vollständige Meisterschaft ermöglicht. Auch an Land zeigte sich der Segelclub Walchensee von seiner besten Seite und bot den Teilnehmern ein hervorragend organisiertes Rahmenprogramm.
Nach insgesamt zehn Wettfahrten belegten Arne und Alexander einen sehr guten 6. Platz.
Der Gesamtsieg ging souverän und unangefochten an Jan-Philipp und Felix vom Düsseldorfer Yachtclub, die über die gesamte Meisterschaft das Feld dominierten.
Insgesamt war die Deutsche Meisterschaft am Walchensee eine rundum gelungene Veranstaltung, die trotz schwieriger Wettervorhersagen mit spannenden Wettfahrten, guter Organisation und einer besonderen Atmosphäre in Erinnerung bleiben wird.
Arne Wittemer