Nach drei intensiven Trainingstagen bei überwiegend lauem Wind startete am Samstag endlich die lang erwartete Segelregatta. Die ruhigen Bedingungen der Vortage boten ideale Möglichkeiten, Manöver zu verfeinern, Abläufe im Team abzustimmen und sich auf die bevorstehenden Wettfahrten einzustellen. Wir konnten insbesondere die Arbeit mit dem Spinnaker trainieren, was ich als sehr hilfreich empfunden habe.
Am Regattatag selbst zeigte sich das Wetter dann deutlich anspruchsvoller: Bei etwa 3 Beaufort und teils kräftigen Böen waren volle Konzentration und sauberes Segeln gefragt. Die wechselhaften Windbedingungen sorgten nicht nur für spannende Wettkämpfe, sondern brachten auch die eine oder den anderen zum Kentern. Am Sonntag verabschiedete sich der Wind dann so weit, dass keine Wettfahrten mehr gefahren werden konnten.
Für viele Seglerinnen und Segler war es zudem die erste Regatta der Saison, was sich in einer Mischung aus Vorfreude, Anspannung und sportlichem Ehrgeiz widerspiegelte. Umso wertvoller waren die vorangegangenen Trainingstage, die allen Teilnehmenden Sicherheit und Selbstvertrauen für die Wettfahrten gaben.
Der Segelclub Hattingen war mit zwei Teams vertreten, die sich in dem anspruchsvollen Feld gut behaupten konnten und am Ende die Plätze 4 und 13 belegten. Das Team mit Knut Belling vom SCHa und Henry Pickles vom SC Ville (SCV) belegte zweimal Platz 5 und einmal Platz 2. Das zweite Team des SCHa mit Ulrich Heuser und mir (Daniela Naumann-El Kady) kenterte in der zweiten Wettfahrt. Nachdem ich im letzten Jahr einmal auf der Seite gelegen hatte, war dies meine erste Erfahrung mit einem durchgekenterten Boot. Glücklicherweise ist der Liblarer See tief genug, so dass wir keine Schäden zu verzeichnen hatten. Bei der Gelegenheit, auf dem Rumpf zu stehen konnten wir die saubere Arbeit des Wassersportladens bewundern, die das Loch im Rumpf aus dem letzten Jahr sehr gut wieder instandgesetzt haben. Das Aufrichten des Bootes war dann recht zeitaufwendig. In dieser Wettfahrt belegten wir den 14. Platz, in den beiden anderen Wettfahrten jeweils konstant den 12. Platz. Souverän dreimal auf dem ersten Platz lagen Peter Lakshmanan und Daniela Böckmann (SCV), gefolgt von Martin Lakshmanan mit Femke Spek (SCV). Das belgische Team Yves und Brice Prince belegte den 3. Platz.
Ein besonderer Dank gilt dem ausrichtenden Segelclub Ville, der mit hervorragenden Trainingsmöglichkeiten und einer rundum gelungenen Organisation überzeugte. Die Gastfreundschaft war beeindruckend – sei es durch die Übernachtungsmöglichkeiten im Seglerheim oder auf dem Gelände des Clubs. Auch das Catering ließ keine Wünsche offen und trug maßgeblich zur positiven Atmosphäre an Land bei.