505er Französische Meisterschaft in Le Havre
Für den Segelclub Hattingen gingen bei der diesjährigen Französischen Meisterschaft in Le Havre für Arne gemeinsam mit Alexander vom Post-SV Koblenz an den Start. Die Regatta war gleichzeitig die letzte große Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft in England und daher auch international sehr stark besetzt.
Die Wettervorhersage versprach sommerliche Temperaturen und etwas Wind, ideale Voraussetzungen für ein paar schöne Segeltage an der französischen Kanalküste.
Bereits am Dienstag machte sich Alexander mit Auto und dem neuen Doppeltrailer des Segelclub Hattingen auf den Weg nach Frankreich. Für mich ging es am Donnerstag mit dem Zug über Paris nach Le Havre. Nach der Ankunft nutzten wir den Nachmittag noch für eine kurze Trainingseinheit. Bei rund 36 Grad und leichtem Wind ging es für etwa eine halbe Stunde aufs Wasser, hauptsächlich, um der Hitze etwas zu entkommen und den neuen Spinnaker unter realen Bedingungen zu testen.
Am Freitag stand der erste Regattatag auf dem Programm. Gegen 13 Uhr ging es aufs Wasser. Der ohnehin leichte Wind ließ bereits auf der ersten Kreuz immer weiter nach, sodass die Wettfahrtleitung das Rennen abbrechen musste.
Nach rund einer Stunde Warten auf dem Wasser setzte der Wind jedoch noch einmal ein und es konnten zwei schöne Wettfahrten gesegelt werden.
Am Abend trafen sich alle Nationen zum gemeinsamen Grillen am Club. Währenddessen konnte man beobachten, wie sich draußen über dem Wasser ein beeindruckendes Gewitter entwickelte – glücklicherweise erst nach dem Segeln.
Am Samstag ging es bereits um 8:30 Uhr aufs Wasser, damit pünktlich um 10 Uhr das erste Rennen gestartet werden konnte. Der Wind zeigte sich an diesem Tag von seiner guten Seite und ermöglichte insgesamt vier Wettfahrten.
Das Segelrevier vor Le Havre war dabei vor allem durch die starke Strömung und den Einfluss des Landes geprägt. Dadurch entstanden interessante taktische Entscheidungen, gleichzeitig verliefen die Rennen jedoch häufig nach einem ähnlichen Muster.
Am Abend lud der veranstaltende Club alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Dinner ein.
Auch am Sonntag ging es wieder früh aufs Wasser, um die letzten Wettfahrten der Meisterschaft zu absolvieren. Pünktlich um 10 Uhr wurde das siebte Rennen gestartet, anschließend konnten noch zwei weitere Wettfahrten gesegelt werden.
Nach insgesamt neun Wettfahrten belegten Arne und Alexander einen guten 7. Platz.
Den Gesamtsieg sicherten sich mit einer beeindruckend konstanten Serie ohne größere Ausreißer die Amerikaner Howard und Andy.
Während viele Teams direkt nach der Siegerehrung ihre Boote verluden und die Heimreise antraten, konnten wir etwas entspannter bleiben. Den gesamten Montag hatten wir bewusst als Vorbereitungstag für die Weltmeisterschaft eingeplant.
So standen Bootspflege und Wartung auf dem Programm: Das Boot wurde poliert, Leinen getauscht, Blöcke geölt und einige technische Optimierungen vorgenommen, damit für die Weltmeisterschaft alles bereit ist.
Für Dienstag war noch ein kleiner Ausflug nach Étretat geplant. Die beeindruckenden Kreidefelsen und die Wanderwege entlang der Steilküste sind absolut sehenswert und für alle Besucher der Region eine klare Empfehlung.
Am Mittwoch geht es schließlich mit der Fähre nach Hayling Island in England. Dort beginnt ab Freitag zunächst die Vorregatta, bevor anschließend die 505er-Weltmeisterschaft startet.
Eine besondere Premiere feierte auf dieser Reise außerdem der neue Doppeltrailer des Segelclub Hattingen. Er absolvierte seine erste große Tour problemlos und bot ausreichend Platz für zwei, auch große Jollen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Verein, der die Nutzung des Trailers ermöglicht hat.
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Liebe Segelfreunde und Segelfreundinnen,
wir freuen uns, dass ihr euch für den Segel-Club Hattingen e.V. interessiert. Unabhängig, ob ihr männlich, weiblich oder divers seid, schreiben wir aus Gründen der besseren Lesbarkeit unsere Artikel für euch in der männlichen Form, meinen aber immer Alle. Jeder ist bei uns willkommen.
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