505er WM in Cork

Geschrieben von Arne Wittemer am .

Meine Anreise erfolgte ausnahmsweise per Flugzeug nach Cork, da Alexander vorher schon die französische Meisterschaft gesegelt war und das Boot schon überführt hatte.

Die WM war seit Beginn der Coronapandemie eine der ersten 505er Regatten, die wieder sehr international vertreten war. Teams aus 11 Nationen (USA, GBR, AUS, GER, IRL, RSA, SWE, FRA, DEN, CAN, SUI) mit vielen Weltmeistern und Olympiateilnehmern sind angetreten.

Cork war die Hoffnung aller Starkwindsegler, was sich am ersten Trainingstag zeigte. 20kn mit Strom gegen Wind zauberten eine schwierige Welle und einen anstrengenden ersten Tag. Das soll es dann aber auch schon gewesen sein mit dem vielen Wind.

Am nächsten Tag bereiteten wir das Boot auf die Vermessung vor, passende Segelauswahl, einige Vorbereitungen auf die PRE WORLDS, eine Regatta die sowohl die Teams als auch die Wettfahrtleitung auf die WM vorbereitet.

Der erste Tag der PRE WORLDS wurde schwierig. Leichter Wind, starke Winddreher und doch immer mal wieder Böen. Wir waren mit den Platzierungen 8, 8 und 36 sehr zufrieden für den Tag.

Tag zwei hatte ähnliche Wetterbedingungen, allerdings ein bisschen konstanteren Wind. Die Platzierungen 9, 20 und 11 waren das Ergebnis. Was in Summe für einen 7. Platz reichte bei 70 gestarteten Teams. Man muss allerdings wissen, dass die PRE WORLDS immer auch als Vorbereitungsregatta genutzt wird. Einige Teams segeln nicht ins Ziel oder segeln nicht alle Wettfahrten mit. Wir wussten mit diesem Ergebnis vorsichtig umzugehen. Gewinner der PRE WORLDS waren Nathan Bachelor und Sam Pascoe (GBR 9240) vor Stuart Mcnay und Caleb Paine (USA 9245)

Ein Tag Pause vor der WM war für die letzten Vorbereitungen nötig. Boot polieren, Rig erneut durchgucken und kontrollieren, ob der Trimm stimmt.

Erster Tag WM: aufgrund von wenig Wind gab es eine Startverschiebung an Land. Nachmittags ging es dann mit Hoffnung auf Seabreeze aufs Wasser, wo eine weitere Startverschiebung folgte. Nachmittags setzte ein leichter Wind ein, es wurde gestartet. Mit Bahnänderung konnte dann bei leichtem Wind das erste Rennen ins Ziel gesegelt werden. Wir wurden 11 und waren sehr zufrieden.

Der zweite Tag hatte noch weniger Wind, so dass es keine Möglichkeit auf Rennen gab.

Der dritte Tag sah ähnlich aus, aber der Druck auf die Wettfahrtleitung wurde größer, also wurde versucht im Hafen zu segeln. Cork ist einer der größten Naturhafen der Welt, man hat also viel Platz aber eben doch zu wenig für 77 505er und eine Weltmeisterschaft. Zwei Rennen wurden zwar gestartet, aber aufgrund von zu wenig Wind oder Drehern über 40° wieder abgebrochen. Ergebnis immer noch nur ein Rennen.

Der vierte Tag ist grundsätzlich als Pause-Tag geplant, kann aber bei zu wenig Rennen auch zum Segeln genutzt werden. Aufgrund der Vorhersage von noch weniger Wind blieb es aber bei einem Pause-Tag, der für einen Ausflug nach Cork genutzt werden konnte.

Der fünfte Tag und es kam Wind. Aus dem Hafen raus war ein langer Weg aufgrund der Abdeckung, aber draußen erwarteten uns 10-12kn Wind, ziemlich konstant im Vergleich zu den letzten Tagen. Es konnten 3 gute Rennen gesegelt werden, bei denen die linke Seite des Kurses sehr dominant war. Dies war für uns leider erst zu spät klar. Wir segelten die Plätze 24, 33, 30 und hofften auf einen guten letzten Tag.

Der letzte Tag: nochmal etwas bessere Bedingungen als zuvor. Etwas mehr Wind und strahlende Sonne. Wir hatten einen schlechten Start, da unser Großsegel im Moment des Startes aus dem Fallenschloss gesprungen war und wir uns erstmal ganz hinten einsortieren mussten. Nachdem das Problem behoben war, mussten wir uns nach vorne kämpfen. In diesem Rennen wurden wir 43., was unser Streicher wurde. Die beiden weiteren Rennen liefen besser, aber auch nicht gut. Wir wurden 28. und 39.

Beeindruckend gewonnen haben Stuart Mcnay und Caleb Paine (USA), zweite wurden Nathan Batchelor und Sam Pascoe (GBR), dritte wurden Peter Nicholas und Luke Payne (AUS), vierte und damit auch beste deutsche wurden Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff.

In Summe war es ein schönes Event, das mal wieder zeigt: Training ist alles.

Es geht weiter!

Arne Wittemer und Alexander Holzapfel (PSVK)

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