Joojanta GER 439 bei der J/70 Worlds 2019 in Torquay, England

Geschrieben von Jacob Niewiarra am .

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In diesem Jahr wurde vom 1. bis 7. September die Weltmeisterschaft in der J/70 Klasse vom Royal Torbay Yacht Club in Torquay, England ausgetragen. Der Blick auf die Teilnehmerliste der ca. 80 Meldungen aus über 25 verschiedenen Nationen verriet, dass es gegen hochkarätige Profisegler und unzählige Welt- und Europameister aus diversen Klassen, sowie aktuelle und frühere Olympiasieger und -teilnehmer an den Start gehen würde. Neben einer Gesamtwertung wird in der J70-Klasse eine extra Wertung für Crews bestehend aus Amateuren, durchgeführt. Auch hier wird der Titelweltmeister „J70 Corinthian World Champion“ verliehen. Über 40 Crews wurden jedoch mit dem Status „Profi“ (Groupe 3) geführt.

Der Großteil der Crew der Joojanta, bestehend aus Holger und Arne sowie Felix Wagner ging es bereits in der Nacht auf Samstag mit dem Auto in den Südwesten von England. Ich konnte mich erst in den frühen Sonntagmorgenstunden auf den Weg machen, da ich bis Samstagnachmittag die IDM im Kielzugvogel am Wannsee gesegelt habe. Glücklicherweise ging alles glatt bei Reise über Bristol, sodass ich keine acht Stunden nach Verlassen des Hauses in Berlin bereits auf dem vermessenen und gekranten Boot in der Bucht vor Torquay saß.

image005Am Sonntag war für 14:00 ein Practice-Race angesetzt. Neben einem kompletten Rennen wurde uns dabei die Möglichkeit gegeben, einige Starts zu fahren. Da es für uns das erste Mal war, dass wir in dieser Konstellation auf dem Boot zusammensaßen, nutzen wir die Gelegenheit noch etwas zum Trainieren. Am Abend dann wurden die Veranstaltung offiziell vom Club-Präsidenten im Rahmen einer kleinen Feier eröffnet.
Am Montagmorgen ging es dann für die ersten drei Rennen von insgesamt 14 in die Bucht hinaus. Bei nördlichem, über Land kommenden Wind ging es pünktlich um 11:00 mit dem Startverfahren zur ersten Wettfahrt los. Bedingt durch „allgemeine Rückrufe“ und Winddreher verging einige Zeit bis es hieß „clear start“. An der Luv-Tonne angekommen, staunten wir nicht schlecht, als wir diese als 11. Schiff umrundeten. Zurück am Lee-Gate, konnten wir den Anblick von knapp 70 bunten Gennacker von vorne genießen. Am Ende konnten wir die 1. Wettfahrt mit einem 12. Platz beenden. – Ein voller Erfolg! Die darauffolgenden Wettfahrten wurden ebenfalls erfolgreich, im Mittelfeld platziert, gesegelt.

Am folgenden Tag wurden wieder drei Wettfahrten gesegelt. Der Wettfahrtleiter und sein Team des RTYC sorgten auf souveräne Weise für einen planmäßigen und gut organisierten Ablauf der Wettfahrten, von dem „Kieler-Woche“ und Co. noch lernen könnten. Nach diesem Wettfahrttag konnten wir unsere Platzierung in der Tabelle im Mittelfeld beibehalten. Zurück im Hafen wurde man mit lokalen Köstlichkeiten, Bier und Gin Tonic versorgt.

image001Der Mittwoch begann deutlich windiger als die Tage zuvor. Bei entsprechenden Bedingungen wurde das Downwind-Fahren für den ein oder anderen immer mehr zur Herausforderung. Dank der vielen Erfahrung von Holger und Arne, blieben uns größere Baustellen erspart und konnten so weiterhin unsere Platzierung im Mittelfeld festigen. Gerade bei Gennaker-Kursen konnten wir Plätze zu Booten mit zum Teil Profibesetzungen gut machen und nach den Zieldurchfahrten das Treiben der Nachzügler in Ruhe beobachten.

Auch am Donnerstag konnten wir unsere Platzierung weiter verteidigen. Bei weniger Wind als am Vortag, aber nicht weniger Spaß und Leidenschaft am Segeln wurden wieder drei Wettfahrten gesegelt. Der Wind dieses Mal sehr löchrig und häufig drehend.

Am letzten Tag sollten nur noch zwei Wettfahrten gesegelt werden. Bei starken Wind ging es zum letzten Mal hinaus in die Bucht. Bei über 20 Knoten wind konnten wir unsere Erfolgsserie fortsetzen und belegten am Ende den 46. von 77 Plätzen. In der Amateur-Wertung sogar den 14 von 36. Mit deutlichem Abstand nach hinten, konnten wir als bestes deutsches die Heimreise am Samstagmorgen antreten.

 

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