Bericht von der Niedersachsenmeisterschaft

Geschrieben von Anna Friedlein am .

Am 23 und 24.6. fand die Niedersachsenmeisterschaft auf dem Steinhudermeer statt. Auf Grund von sehr starkem Wind sind am Samstag von 11 gemeldeten Booten nur vier gestartet. Ich bin mit meinem Vater bis zur Startlinie gesegelt und dann wieder zurück da uns der Wind zu stark war. Am Sonntag war der Wind etwas schwächer und wir könnten noch zwei Wettfahrten Segeln. In der ersten Wettfahrt sind wir fünfter geworden und die zweite Wettfahrt haben wir gewonnen, mussten aber an der Siegerehrung feststellen, dass wir im zweiten Lauf als Frühstarter gewertet wurden. Damit konnten wir nur achter von zehn gestarteten Booten werden. Oliver und Katja sind insgesamt fünfter geworden und bleiben jetzt dort. Oliver und Marco segeln dort die Deutsche Meisterschaft.

Anna Friedlein

(Teil-)Prüfungen bestanden

Geschrieben von Annette Diehl am .

Gestern haben unsere Prüflinge folgendes bestanden:

Reiner Keller und Fritz von Mulert haben ihren SBF See geschafft und unsere Jugend hat die praktische Motorbootprüfung sowie den Theorieteil des SBF Binnen geschafft:

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Erleichtert nach der (Teil-)Prüfung: Jonatan Spohn, Charlotte Diehl, Angela Gantenberg und Hanna Syring.

Die nächsten Teile folgen am 30. Juni und 4. August...

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

Was lange währt – der Abschlusstörn der ehemaligen Optigruppe

Geschrieben von Bendix Wefelsiep am .

Was lange währt – der Abschlusstörn der ehemaligen Optigruppe

Endlich war es soweit: Der seit 2013 geplante Jugendtörn stand nun endlich vor der Tür. Nachdem Charlotte frisch ihren Autoführerschein bekommen hatte, durfte sie uns gleich mit dem VW-Bus von Jörg Richtung Schokkerhaven fahren, der Motor hat die 5000 Umdrehungen niemals vorher erreicht….Bis Jörg das Steuer kurz vor der Grenze wieder übernahm, verlief unsere Autofahrt somit mehr oder weniger turbulent. Trotzdem sind alle unbeschadet am Schokkerhaven angekommen. Gleich nach der Ankunft war sofort Eile angesagt, da die weit entfernte Ketel-Brücke sich in gerade mal einer Stunde zum letzten Mal öffnen sollte. Nachdem wir dann um halb neun die Brücke durchquerten, standen weitere Stunden Fahrt vor uns.

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Dabei wurde nun auch schnell der Spi angeschlagen und gegen Mitternacht kamen wir dann am Fluchthafen vor Almere an. Hier tauchte dann das nächste Problem auf, denn in dem Hafen war gar kein Platz für uns, weswegen wir an einem verlassenen Frachtschiff anlegen mussten. Am nächsten Morgen fuhren wir dann mehr oder weniger verschlafen weiter Richtung Amsterdam. Davor lagen wir ankernd vor der Insel Pampus, wo wir erstmal die Wärme genossen und schwimmen gegangen sind. Während Anna, Charlotte, Jonatan, Annette, Johanna und Bendix ihren Spaß im Wasser hatten, fing Jörg sofort an, sein Boot von außen zu putzen, was allerding eher weniger spaßig schien. Anschließend fuhren wir weiter, wo wir am Nachmittag nach Polizei-Kontrolle im Amsterdamer Hafen der NDSM-Werft ankamen. Danach hatten wir reichlich Zeit, um uns für ein paar Stunden in der Innenstadt umzusehen. Hier begegnete uns ein totales Chaos von Menschen, Fahrrädern, Straßenbahnen, Bussen und Autos. Gegen Abend haben wir dann zwischen den überdurchschnittlich vielen Junggesellen-Abschieden und grenzwertigen Shops (Haschkekse haben wir dann doch nicht gekauft…) eine Pommesbude gefunden und uns dort den Bauch vollgeschlagen. Nach diesem Tag stand nun auch schon der Sonntag vor der Tür, für den die Heimfahrt zurück zum Schokkerhaven auf dem Programm stand. So wurden wir um halb 8 vom nicht gerade angenehm zu hörenden Motor geweckt. Nachdem wir die Schleuse, Brücke und die Kanaleinfahrt von Amsterdam hinter uns gelassen und ein lustiges Frühstück vor dem Hoek van Ij zu uns genommen hatten,

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(Jonatan macht Rührei und alle schauen zu…)

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ging es dann den kompletten Weg wieder zurück. Gegen Mittag machte Annette uns das legendäre “Gatica Spezial“ (Aufbackbrötchen mit Käse und Salami überbacken), um den Hunger zwischendurch zu stillen. Abwechselnd haben Bendix, Johanna und Jörg dann mal ein Nickerchen gemacht, während Anna, die sich mal “kurz für zwei Minuten Aufwärmen“ wollte, am längsten geschlafen hat.

Dies war aber eher der schlechteste Zeitpunkt für ein Nickerchen, da wir den ganzen Weg bei einer Windgeschwindigkeit von in Böen bis zu 23 Knoten kreuzen mussten.

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Um kurz nach 18 Uhr kamen wir nach ca. 83 Seemeilen im Schokkerhaven an, wo unsere Aufgabe war, das Boot zu putzen und das Gepäck im Bus zu verstauen. Nachdem alles erledigt war, folgte die Rückfahrt, auf der noch mal der Schlafmangel ausgeglichen werden konnte, sowie das Abendessen bei McDonalds. Damit endete ein tolles Wochenende, welches uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleibt.

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Bootscheck 2018

Geschrieben von Vorstand am .

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Seit Saisonbeginn wurde unsere Hangard 20 "Hattinga" 79x, die "Hattneggen" 67x und die Efsix "Wasserbank" 38x über den Reservierungskalender gebucht. Wir freuen uns, dass die Vereinsboote bei euch Mitgliedern so gut ankommen. Die vielen Einsätze der Boote, insbesondere der Wasserlieger, haben jedoch auch ihre Spuren hinterlassen.

Daher wollen wir uns am Samstag, dem 30. Juni um 11 Uhr am Kran treffen, um die Boote wieder in Schuss zu bringen. Nachdem wir die kleinen Reparatur- und Schönheitsarbeiten erledigt haben, gibt es zur Stärkung Grillwürstchen und Getränke. Im Anschluss daran wollen wir das Wetter genießen und segeln!

Wir sind auf eure Hilfe angewiesen und bitten um zahlreiche Teilnahme!

Bitte meldet euch bei unserem Bootswart Rolf Stöttelder.

Efsix an die Bevertalsperre

Geschrieben von Lorenz M am .

beverDie Elodea hat bei dem warmen Wetter gute Wachstumsbedingungen gehabt, so dass der See bald kaum noch besegelbar sein wird (außer mit unseren beiden Hangards natürlich). Mit der Efsix hingegen hört der Segelspaß auf, so dass wir auf Wunsch einiger Mitglieder beschlossen haben die Efsix im zweiten Teil der Saison an ein anderes Revier zu legen. Die Bevertalsperre ist ein schönes Segelrevier, das nicht zu weit entfernt liegt und kein Problem mit der Wasserpest hat. Auch die Umkosten für den Verein halten sich in Grenzen.

Im Rahmen des Bootschecks am Samstag, dem 30. Juni , werden wir die Efsix aus dem Wasser holen und am Sonntag an die Bevertalsperre bringen. Es wäre schön, wenn interessierte Mitglieder mithelfen. Bitte wendet euch beim Bootscheck an unserer Bootswart Rolf Stöttelder.

 

Organisation der Vereinsmeisterschaft 2018

Geschrieben von Lorenz M am .

Ende August / Anfang September wollen wir wieder eine Vereinsmeisterschaft ausrichten. Bedingt durch die Elodea im See wird der Wettkampf erneut auf unseren beiden Hangards ausgetragen. Die Matchraces können gemütlich mit einer Grillwurst und einem Bier in der Hand vom Ufer angefeuert werden, da sie zuschauerfreundlich im Hafenbecken des Kemnader Sees stattfinden werden. Gesucht wird jedoch noch ein Organisator, der die Planung und den sportlichen Teil der Veranstaltung durchführt. Der Vorstand steht euch dazu jederzeit hilfreich zur Seite.

Bitte wendet euch an Annette Diehl um weitere Details zu erfahren.

Kielzugvogel "Kolumbus" im Wasser

Geschrieben von Vorstand am .

Schon seit Beginn der Saison hat der Segelclub Hattingen e.V. ein zusätzliches Boot im Wasser liegen. Es handelt sich um einen Kielzugvogel "Kolumbus" mit rotem Deck, der gerne von allen Mitgliedern gesegelt werden darf. Wenn noch keine Segelerfahrungen auf einem Zugvogel vorhanden ist, ist es jedoch ratsam sich zunächst in das Boot einweisen zu lassen. Wie alle anderen Vereinsboote lässt sich der KZV im Onlinekalender reservieren.
Das Boot stammt aus dem Bootsbestand der Segelsportgemeinschaft Alsatia Bochum e. V., die sich kürzlich aufgelöst hat und dem SCH das Boot übergeben hat.

Ostseetörn auf der Hanse 400 „ELISE“

Geschrieben von Jacob Niewiarra am .

Oder: Warum man keiner Wind-App trauen darf….

Als zweite Crew des SC Hattingen für den Ostseetörn 2018 übernahmen wir am Freitag, 11.05. im Hafen Baltic Bay von Laboe unsere Hanse 400 „Elise“ für eine Woche Segelspaß. Wir, das waren Skipper Bernd Christen und die drei Crewmen Martin Schünemann, Ulrich Nathe und ich, Jacob Niewiarra.

1 20180525 1381477127Nachdem Proviant und persönliches Reisegepäck verstaut waren, machten wir uns daran, die Yacht kennen zu lernen, was auch einen Check des Segelmaterials beinhaltete. Nach einem guten Frühstück ging es dann gegen 10:30 Uhr aus der Marina in Richtung Fehmarn. Bei entspannten Ostwinden ging es die Kieler Förde hoch um später mit Kurs Ost gegen den Wind auf zu kreuzen. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns, denn wir hatten quasi die ganze Woche fast wolkenlosen Himmel und Sonnenschein.

Während eines Bilderbuch-Sonnenuntergangs kreuzten wir ostwärts in den Sund, vorbei unter der Brücke in die Martin Werft. Dort wurde nach Klarschiff machen der erste Anleger getrunken. Zusammen mit der Crew der „Luise“ wurde der Abend gemeinsam verbracht um den weiteren Törnverlauf zu besprechen.

Am nächsten morgen wurden wir vom Schlagen des Großfalls gegen den Mast geweckt. Ein Zeichen für mehr Wind. Leider stellte sich dieser Morgen als sehr diesig dar. Zeitweise war die Sicht schlechter als 500 Meter.

2 20180525 1070608735Nachdem sich die Nebelfelder etwas gelichtet hatten, ging es weiter Südostwärts denn das ausgemachte Ziel war gesteckt. Warnemünde sollte nun erreicht werden. Doch der über Nacht zugenommene Ostwind drückte das Wasser in den Fehmarn-Sund, so dass außerhalb der Marina eine nicht unerheblich starke Windsee auf uns wartete.

Entgegen den Angaben diverser Wind- und Wetterapps blies der auf 4-5 bft aufgefrischte Wind nun auch noch aus südost – also wieder gegen an. In der Mecklenburger Bucht passierte dann das, was sich kein Segler wünscht. Die gegenanstehende kurze und steile Welle hatte zwei unserer Crewmitglieder fest im Griff. Auch wenn sich Ulrich und Martin eine ganze Zeit tapfer geschlagen hatten, waren gelegentliche Besuche des leewärtigen Süllrandes dann doch nicht zu vermeiden. Nicht glücklich mit der Gesamtsituation wurde der Crew der „Luise“ über Funk mitgeteilt, dass Warnemünde für uns nicht mehr erreichbar war. Kühlungsborn wurde als Alternativhafen ausgewählt und angelaufen. Auch wenn sich beide seekranken Mitsegler für die Reduzierung des Streckenabschnittes nicht ausdrücklich bedankten, hatten Bernd und ich die dankbaren Blicke schon registriert, als wir in Kühlungsborn-Hafen festgemacht hatten.

3 20180525 1990047712Am nächsten Morgen wurde die Bordapotheke dann um eine Packung Reisetabletten erweitert, die wir vor dem Auslaufen im örtlichen Pharmahandel besorgt hatten. Bei moderateren Bedingungen bzgl. Wind und Welle steuerten wir nun nordwärts Richtung Dänemark. Das Ziel Rügen wurde endgültig aufgegeben.

Diese Etappe sollte nun unser längster Tagestrip werden. Aber auch in diesem Teilstück wollte uns AEOLOS, der Gott des Windes ärgern, denn der Wind drehte immer genau so dass er stets gegen an stand. Hoch-am-Wind aufkreuzen war auch hier wieder das Gebot der Segelstunde. Beim Erreichen der dänischen Hoheitsgewässer hatte ich dann die Ehre den „Danneborg“ unter der Steuerbordsaling zu setzen. Alle Crewmitglieder hatten sich von dem anstrengenden Vortag erholt und konnten das Segeln wieder genießen. Bernd und ich vertrieben uns die Zeit der Freiwache mit einigen Runden „Kniffel“.

In den späten Abendstunden erreichten wir den Ort Hesnæs. Hier trafen wir wieder auf Crew der SY „Luise“, die Ihre Fahrt am Vortag nach Warnemünde gnadenlos und ohne Ausfälle durchgezogen hatte.

Die im Hafenhandbuch beschriebene „schwierige Anfahrt im 270 Grad Winkel zwischen einer roten und grünen Lateraltonne unter zu Hilfenahme des Hafen-Richtfeuers….“ war dann doch nicht ganz so ernst zu nehmen. Zum einen lagen die Tonnen noch im Hafen von Hesnæs – und das Richtfeuer war auch noch nicht in Betrieb. Schön, wenn noch keine Saison ist.

Am nächsten Morgen verließen wir das sehr verschlafene fünf-Häuser-Dörfchen Haesnes wieder mit Kurs Nordwest, um durch den Storsørm nach Karrebæksminde zu segeln.  Leider verließ uns zwischen den dänischen Inseln der Wind, so dass wir zeitweilig den Motor zur Hilfe nehmen mussten.4 20180525 20861974255 20180525 1892539354

Nach dem Passieren der Farø-Brücke öffnete sich der Belt in einen sehr breiten Arm. Da der Wind weiterhin wegblieb, nutzten wir die Gelegenheit, um unsere Kenntnisse im MOB-Manöver unter Motor aufzufrischen.

Nachdem wir Fermø nördlich passiert hatten, legte der Wind nun aus westlicher Richtung kommen zu, so dass die letzten 10 sm im Smålandsfarvandet bei schönen 4-5 Beaufort mit zwei langen Schlägen zur Marina Karrebaeksminde gesegelt werden konnten.

Am nächsten Morgen ging es zunächst Richtung Westen zur Insel Omø. Von dort durch das Fahrwasser zum Großen Belt. Hier konnten wir nun mit etwas raumeren Wind einen südlichen Kurs nach Spodsbjerg auf Langeland fortsetzten.

6 20180525 1503475972Auch hungern mussten wir während unserer Etappen nicht. Unterwegs wurden an Bord leckere Nudeln oder Reis mit Geschnetzelten, Currywurst oder Martins leckerer Bolognese -Soße serviert. Am Abend wurde mit allen sieben Seglern ein traumhaft schöner sonniger und entspannter Segel-Tag gefeiert und bis in die Nacht über die vielen Eindrücke und Erlebnisse geplaudert. Hier machte sich die Größe der Hanse bezahlt, denn es passten beide Crews bequem ins Cockpit der 400er.

Am nächsten Tag ging es leider dann auch schon wieder zurück Richtung Laboe, dort wo unser Törn begonnen hatte. Obwohl ein nord-westlicher Wind von Radio Deutschland vorhergesagt wurde, hatten wir bei anliegendem süd-westlichen Kurs auch leider wieder Wind aus Südwest, was eine weitere Verlängerung des Tagestrips war. Aber diesen Umstand waren wir mittlerweile gewohnt.




7 20180525 1188691105 Nach passieren von Kiel-Leuchtturm gegen 19:00 Uhr ging es dann zurück in den Hafen von Baltic Bay, Laboe, wo die Crew der „Luise“ bereits auf uns wartete und unsere Leinen in Empfang nahmen.

In gemütlicher Runde im Salon der „Elise“ wurde der letzte gemeinsame Abend bei Snacks, Wein und Bier bis spät in die Nacht mit „Klönsnack“ verbracht. Bei der Rückgabe unserer Hanse 400 „Elise“ standen dann rund 300 ereignis- und lehrreiche Seemeilen mehr auf der Logge unserer Yacht.

8 20180525 1870507202Bevor es wieder nach Hause ging, rundeten wir unseren Törn mit einem gemeinsamen Abschluss-Essen mit leckerer Pizza und Pasta in der Hafenpizzeria von Laboe ab.

Bochum, 23.05.2018

Jacob Niewiarra

Ostseetörn der „Luise“ - Viel Sonne und fast immer Wind von vorn

Geschrieben von Ingo Löbbert am .

foto02 20180520 1487372093Am 11.5. brachen 7 Segler des SCH für eine Woche zum gemeinsamen Ostseetörn auf, drei davon waren wir (Skipper Rolf Stöttelder, Frank Middelhove und ich) auf der „Luise“, einer First 36.7 von Beneteau. Ein Bericht unserer vier Begleiter von der „Elise“ folgt in Kürze.

Foto01Also bestiegen wir an besagtem Freitagabend unseren Dampfer im Baltic-Bay-Hafen von Laboe. Da für die Mehrheit der Teilnehmer das zunächst angepeilte Reiseziel Rügen sein sollte ging es -trotz Ostwind- gen Osten, wo wir abends im Hafen der Martin-Werft auf Fehmarn festmachten. Dieser erste Segeltag sollte aber noch Folgen haben. Zum einen nahmen wir an diesem Tag einen von meinem Sohn zum vorherigen Vatertag selbstgebackenen Kuchen zu uns, der wohl nach Rezept eine „Kalte Schnauze“, d.h. ein Kekskuchen mit dünner Schokolade sein sollte. Allerdings gingen entweder die Kekse aus oder Colin meinte es hinsichtlich Schokolade besonders gut mit uns, jedenfalls gab es hier eine einhellige Meinung, die von Frank sehr treffend auf den Punkt gebracht wurde: „Der einzig mir bekannte Stoff mit mehr Energiedichte ist Plutonium!“ - Da hatte er sicher Recht, dennoch war die Substanz lecker!

Foto10Dass wir an diesem Abend noch das plutoniumähnliche Gebäck im Magen verdünnen wollten ist sicher jedem schnell ersichtlich. Allerdings führte dies bei uns Dreien zu einer Kompaktzunahme von Bier als Anleger, danach Williams-Christ-Birnenschnaps, gefolgt von Rotwein aus dem 3-Liter-Kanister und zur Abrundung noch Ouzo.

Dass dies am nächsten Tag nach nur 5 Stunden Schlaf (der Abend war ja lang) nicht ohne Wirkung blieb versteht sich von selbst, allerdings rechneten wir nicht mit Windstärke 4-5 Beaufort aus Osten und einer unangenehmen Wellenhöhe. So klappten weder unsere Manöver geschmeidig noch ging es irgendeinem wirklich gut. Während alle mit ihrem Kater, Schlafmangel und unangenehmem Magenzustand zu kämpfen hatten, musste aber zum Glück diesmal nur Rolf substanziell an der Lee-Reling „einchecken“, so dass wir insgesamt auf dem Schiff handlungsfähig blieben und abends schon wieder Franks Nudeln mit Bolognese im „Alter Hafen“ unseres Etappenziels Warnemünde zu uns nehmen konnten.

Foto08Da wir vom Kreuzen gegen den Ostwind nun genug hatten wurde als neues Ziel Dänemark in nördlicher Richtung ausgegeben, so dass es nach Hesnaes ging – allerdings hatte der Wind leider Richtung Nord-Ost gedreht, so dass auch hier ein schöner Halbwindkurs nicht wirklich möglich war und es doch wieder größtenteils ein Amwindkurs wurde. Das „Eindutzendhäuserdorf“ Hesnaes hat zwar einen sehr kleinen und spartanischen Hafen, dafür war dieser aber bei unserem Besuch gerade nur von insgesamt 3 Yachten (inkl. Elise und Luise) besucht und wirkte entsprechend verschlafen – SUPER!

Es folge die linksdrehende Umrundung von Lolland mit Hafenübernachtungen in Karrebaecksminde und Spodsbjerg auf Langeland. Ist es hier notwendig zu erwähnen, dass der Wind ebenfalls relativ zeitsynchron mit unserem Kurs über Nord auf West drehte?

Nach 290 Seemeilen gaben wir schließlich nach einer schönen Woche am 18. Mai die First wieder in Laboe zurück.

Das Wetter war jeden Tag sonnig und wir hatten bis auf einen kurzen „Durchhänger“ regelmäßig prima Wind. Abschließend bleibt noch ein herzlicher Dank an die Wind-Apps zu erwähnen, deren Vorhersagen eher nicht zutrafen, denn freiwillig einen fast ausschließlichen Am-Wind-Törn hatten wir nicht unbedingt vorgesehen.

Weitere Fotos in der Bildergalerie

NRW Cup 2018

Geschrieben von Jörg Friedlein am .

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Am vergangenen langen Wochenende fand in Lelystad der 24. NRW Cup statt. Mit der Gatica  sind wir in der „schnellen“ Yardstikgruppe 1 gestartet und hatten in dieser Gruppe noch 7 Gegner. Am Freitag wurden 3 Up and Downs bei leichtem Wind gesegelt, wir hatten im ersten Lauf Pech und blieben in einem Flautenloch hängen. Darum wurden wir in dem Lauf nur 6. Dann wurden unsere Ergebnisse besser, noch ein dritter und ein zweiter Platz.

Am Samstag wurde dann die Langstrecke gesegelt. Wir hatten einen super Start am Pin End und waren an der Luvtonne schon mitten in den vor uns gestarteten Gruppen. Leider kam dann ein langer Vorwindkurs mit sehr wenig Wind. Da wir ohne Spi gemeldet hatten, fuhr die Gatica fast gar nicht und unsere Gegner konnten aufholen. Im Ziel hatten wir noch 12 Minuten Vorsprung bei fast 3 Stunden Wettfahrtdauer, aber nach berechneter Zeit waren wir wieder zweite. Damit konnten wir als jüngste Crew - dank 5 Kindern an Bord - den zweiten Platz in unserer Gruppe erreichen.

Weitere Teilnehmer aus unserem Verein waren:
Dietrich Werner der in der ORC 1 Gruppe als Crewmitglied bei seinem Sohn Dag war.

Riclef Schomerus mit seinem Mini in der Doublehanded Gruppe. Er hatte etwas Pech und musste aufgeben, da sein Bugspriet in der ersten Wettfahrt gebrochen ist.

Trotz der leichten Winde hatten vor allem die Kinder bei uns an Bord viel Spaß. Wir freuen uns schon auf den 25. NRW Cup im kommenden Jahr.

Jörg
ORC 200 Gatica

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Pott-Regatta mit SKS-Prüfung

Geschrieben von Ingo Löbbert am .

Nach dem "Miezentörn" im letzten Jahr hatten wir drei, d.h. Skipper Rüdiger Hubert, Robin Herbrechter und ich (Ingo Löbbert), im Frühjahr beschlossen, erneut eine Segelwoche auf dem IJsselmeer einzulegen, die zeitlich mit einer Teilnahme an der Pott-Regatta enden sollte. Dazu haben wir uns die "Bella", eine Bavaria-Cruiser 33, als Charteryacht organisiert, die uns in dieser Woche beheimaten sollte.
In den Wochentörn gestartet sind wir am Sonntag (10.9.) und durften direkt sowie den Folgetag erstmal im Hafen von Lelystad verbringen, denn bei 7, in Böen 8 angesagten Windstärken verbietet es sich von selbst, dass eine unerfahrene Crew überhaupt über ein Segeln nachdenkt. So kamen wir zum einen in den Genuss, das Batavia-Museum zu besichtigen, wirklich empfehlenswert, gerade wenn man hier eine Führung mitmacht (gibt´s auf Deutsch), zum anderen sind wir dann eben mit dem Auto nach Urk "übergesetzt".
Da wir am Donnerstag am Startort der Regatta in Enkhuizen sein wollten und für den Mittwoch noch kräftigerer Sturm angesagt war, sind wir dann flott am Dienstag bei 5-6 Windstärken übers IJsselmeer nach Medemblik geweht. Das hat natürlich richtig Spaß gemacht, auch wenn uns bei dieser Fahrt der eine oder andere kräftige Regenschauer begleitete. Mittwochs haben wir dann den Sturm im Hafen von Medemblik abgewettert und mussten zusehen, wie einige an Land liegende Jollen und Bäume einfach umgefegt wurden. segeln 2017 016 20170924 1087039130

Der Donnerstag gestaltete sich dann sehr angenehm, weniger Regen und Wind bis 5 Beaufort, so dass wir auf der kurzen Fahrt von Medemblik nach Enkhuizen das Boot kennenlernen konnten, wir vieles ausprobiert haben und ich auch einiges, insbesondere aber Boje-über-Bord-Manöver, für meine SKS-Prüfung üben konnte.

Freitag früh ging es dann los zur Pott-Regatta, geplanter Start vor Enkhuizen um 12 Uhr. Hier wurden an diesem Tag im IJsselmeer zwei Wettfahrten in 4 Gruppen durchgeführt (ORC I, ORC II, Yardstick und Doublehanded). In beiden Wettfahrten erreichten wir in unserer Yardstick-Gruppe jeweils Platz 8 von 11 bzw. 12 Startern – womit wir für unsere Verhältnisse einigermaßen zufrieden waren. Leider verpassten wir irgendwie (hatten wir zeitlich nicht ganz "auf dem Schirm") das Freibier an der Pier, so dass wir während des Ausschanks Grünkohl zu uns nahmen – na ja, was die anderen trinken, können wir auch essen... Aber auch mit Bordbier war es nett, und mit allen anderen Teilnehmern gemeinsam im "Oude Haven" zu liegen, hat schon seinen ganz eigenen Reiz.

segeln 2017 035 20170924 1145128658Der Samstag gestaltete sich für unsere Regatta-Wertung alles andere als toll: Nach der Skipperbesprechung hieß es, um 9 Uhr auslaufen und ins Markermeer schleusen, wo die geplante dritte Wettfahrt als Langstrecke durchs Markermeer gestartet wurde. Entschlossen, die gestrigen Plätze zu verbessern, starteten wir zügig - wie sich am Ende herausstellte, gemeinsam mit einigen anderen Yachten zu zügig, so dass wir nicht die einzigen waren, die einen sauberen Frühstart hinlegten.... - na ja, da es sich um mehrere Schiffe handelte, waren viele, so wie wir, der Meinung, dass es jeweils einen anderen getroffen habe, weshalb wir weiterfuhren und uns auf den Weg machten. Tolles Wetter, prima Windverhältnisse und viel Spaß auf dem Boot begleiteten uns bis zum Zieleinlauf. Abschließend ging es auf zur 4. Wettfahrt, bei der es nun wieder einen Up-and-Down-Kurs zu absolvieren galt. Hier gelang uns schließlich in der Yardstick-Wertung nicht mehr als der Neunte von 10 Plätzen. Für diesen Regatta-Tag galt für uns dann am Ende, wir sind angekommen und hatten viel Spaß, hinsichtlich des Ergebnisses war eher das Motto "erfolgreich scheitern" angesagt, aber wie heißt es so schön: "Dabei sein ist alles".

Dieses Motto galt allerdings nicht für die an diesem Tag dann auch noch folgende SKS-Prüfung von Valerija und Roman Rogulenko, Sebastian Fuchs und mir. Man stelle sich vor: Sebastian hat an diesem Samstag noch gearbeitet, kam zeitlich knapp weg und stand kurz nach der Abfahrt in Köln ca. eine Stunde im Stau. In persönlicher Rekordzeit absolvierte er dann dennoch die Autofahrt nach Lelystad, unserem Prüfungshafen. Valerija und Roman reisten sehr früh morgens an, verbrachten den gesamten Tag auf der Gatica, dem Start- und Zielschiff der Regatta, und auch ich hatte einen ganzen Regattatag hinter mir.

Um die Prüfung durchzuführen, wurde zunächst kurzerhand die Wettfahrtleitung der Pott-Regatta, bestehend aus Conni und Heinz Bredenbröker von der SSGW sowie Oliver Babik vom SCH, auf unsere "Bella" zur Auswertung umgesiedelt. Somit bestiegen gegen 17 Uhr vier Prüflinge, gut ausgeruht, körperlich absolut frisch und voll auf der Höhe, mental topfit für alle Theoriefragen und hochmotiviert, die Gatica - zu unserem Glück war der Wind auf gut 2 Beaufort abgeflaut. Einige Dinge klappten dann auch nicht sofort, insbesondere auch, da die Prüfer ganz offensichtlich nichts "verschenken" wollten, sondern schon saubere Manöver erwarteten - letztlich haben wir aber alles geschafft. Beispielsweise durfte ich hier in der Prüfung erneut feststellen, dass sich bei einem Boje-über-Bord-Manöver eine Bavaria 33 bei 4-5 Bft. und Übungsmodus ganz anders verhält als eine Hanse 371 bei 2 Bft. in der Prüfungsituation - insbesondere beim Abschätzen von Restgeschwindigkeit an der Boje.

Letztlich an dieser Stelle vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere an Jörg für das Zur-Verfügung-Stellen der Gatica und die große Unterstützung und Hilfe bis zur Prüfung sowie seine Nervenstärke mit uns, an Prüfungs-Bootsführerin Annette, an beide Prüfer für die aus meiner Sicht zwar herausfordernde, aber auch sachgerechte Prüfung, an die Wettfahrtleitung für die "Räumung der Gatica" und (last but not least) an meine beiden Mitsegler in dieser Woche fürs "üben lassen".segeln 2017 054 crew foto 20170924 1118426416

Und um auch die anderen SCH-Segler noch zu erwähnen: Riclef Schomerus und Mirco Gantenberg segelten auf einer Pogo in der Yardstick-Klasse mit, Klaus und Tina Leveque-Emden erreichten auf einer Oceanis im Double Handed Platz 3 von neun Schiffen und Dietrich Werner segelte auf einer X 34 in der ORC 1-Gruppe auf den 2. Platz.

 

J70 WM in Porto Cervo (IT)

Geschrieben von Lorenz M am .

Holger, Daniel, Oliver und Arne waren in der vergangenen Woche bei der J70 WM in Porto Cervo, welches an der Nordküste Sardiniens liegt. Wegen widrigen Wetters konnte an den ersten Tagen nicht gesegelt werden. Schließlich kamen 3 Läufe zustande mit den Platzierungen 27, 53 und 28, so dass es am Ende zu einem gutem Platz 38 von 79 in der Silber Wertung reichte.

Hier ein paar sehenswerte Videos des Veranstalters:

Tag 1:

Tag2: immer noch zu viel wind :(

Tag 3:

Tag 4:

Letzter Tag: